Schmuck aus recyceltem EdelmetallGoldschmiede München

  • Goldschmiedemeisterin Manuela Nitsche
  • Schmuckatelier mit Goldschmiedewerkstatt

Edelmetall recyceln

Warum arbeite ich ausschließlich mit recycelten Edelmetallen?

Stellen Sie sich mal Folgendes vor: um nur 0,24 Gramm Feingold zu erhalten, entstehen 1000 Kilo Sondermüll und Abraum. Ein einzelner normalgroßer Goldring produziert demnach 20 Tonnen lebensgefährlichen Giftmüll.

Das meiste Gold kommt in kleinsten Partikelchen im ihn umgebenden Gestein fein verteilt vor und kann nicht mit einfachen Verfahren manuell gesammelt werden. Also wird beim Goldabbau das äußerst umweltschädliche Zyanid-Lauge-Verfahren angewendet. Um eine Tonne Gold zu fördern, müssen durchschnittlich 150 Tonnen Zyanid eingesetzt werden. Bereits wenige Milliliter davon sind tödlich für den Menschen. Durch Fortschritte in den Gewinnungsmethoden, Vernachlässigung der Abfallproblematik und bei hohem Marktpreis lohnt sich sogar der Abbau von Erz, das nur ein Gramm Gold pro Tonne enthält!

Beim Amalgamverfahren wird die Legierungsbildung zwischen Gold und Quecksilber zu Amalgam genutzt. Zur Goldgewinnung und -reinigung werden goldhaltige Sande und Schlämme intensiv mit Quecksilber vermischt. Viele einfache Goldgewinner (geschätzt werden 20% bis 30% des Goldes nicht industriell gewonnen) praktizieren keine Wiedergewinnung bzw. umweltgerechte Entsorgung des Quecksilbers. Das Quecksilber dampft einfach in die Umgebungsluft ab und kondensiert in der Umwelt. Dadurch werden die Böden in der Umgebung und die Flüsse mit Quecksilber verseucht, die dort lebenden Menschen werden mit Quecksilber belastet.

Der industrielle Goldabbau benötigt zudem Unmengen an Wasser. Durchschnitlich sind es 140.000 Liter Waser pro Stunde, was dem Jahreswasserverbrauch eines Drei-Personen-Haushalts in Deutschland entspricht. Das kontaminierte Wasser wird in Auffangbecken, die mit Dichtungsfolie ausgelegt sind, gesammelt und anschließend teilweise wiederaufbereitet. Starke Regenfälle, welche die Dämme zum Überlaufen oder Bersten bringen, oder kleinste Löcher in der Folie stellen große Umweltverschmutzungen dar.

Redesign Your Legacy Zu dieser großen Umweltverseuchung möchte ich nicht beitragen, indem ich neu gefördertes Gold verarbeite. Es ist sehr viel Gold im Umlauf und in vielen Haushalten liegt eine große Menge ungetragener Schmuck, Altgold, Münzen, Goldbarren und Besteck. Mit diesem Gold fertige ich Ihren neuen Schmuck und für Sie ist es schön zu wissen, dass Sie das Gold aus Ihrem Familienbesitz oder aus Schenkungen weiterhin für sich verwenden können. Im Übrigen betrifft das nicht nur das Edelmetall Gold sondern genauso die Edelmetalle Silber, Palladium und Platin.

Im Jahr 2016 wurde Gold zu 47,4 Prozent zu Schmuck verarbeitet. 7,5 Prozent wurden in der Elektroindustrie für Handys oder Laptops verwendet (laut einer UNO-Berechnung ist in 49 Handys soviel Gold enthalten wie in einer Tonne Golderz). Den Rest halten Zentralbanken oder Privatanleger als Reerve oder zu Spekulationszwecken.

Fairtrade Gold? In letzter Zeit kann man viel über Fairtrade-Gold lesen, den Kunden wird nahezu implementiert, ein umweltfreundlich entstandenes Schmuckstück erworben zu haben. Fairtrade setzt sich für den Schutz von Mensch und Umwelt im kleingewerblichen Bergbau ein, damit die Minenarbeiterinnen und Minenarbeiter ihre wirtschaftliche und soziale Situation aus eigener Kraft nachhaltig verbessern können. Ein verantwortungsvoller und nachhaltigerer kleingewerblicher Goldbergbau ist auf jeden Fall wichtig, bessere und sicherere Arbeitsbedingungen für Minenarbeiter, keine Kinderarbeit, fairere Preise, und weitere Vorteile für Bergarbeiter und ihre Familien sind unabdingbar. Dennoch wird die Umwelt stark belastet, viel Gestein abgebaut und dabei wenig gewonnen. Deshalb gehe ich gleich den Schritt weiter und verarbeite nur das Gold, welches sowieso schon im Umlauf ist. Der Vorteil für Sie: wenn Sie Ihr Altgold mitbringen, sparen Sie sich bei Neuanfertigungen die Materialkosten.

Recycling von Edelmetallen Ihre Schmuckstücke werden mit modernster Induktionsschmelztechnik bei 1200-1800 Grad eingeschmolzen und homogenisiert. Beim Schmelzen entstehen Schmelzverluste, denn bei den hohen Temperaturen verbrennen alle brennbaren Verunreinigungen. Verluste entstehen auch durch die teilweise Oxidation der unedlen Bestandteile von Legierungen wie Zink oder Kupfer. Bei Legierungen mit einem hohen Gehalt an Unedelmetall (333 und 585) ist daher auch mit höheren Schmelzverlusten zu rechnen. Die Schmelze wird in eine Form gegossen, Verunreinigungen auf der Oberfläche entfernt und dann gewogen. Anschließend werden Metallproben an unterschiedlichen Stellen durch diagonales Bohren (dadurch ist das Resultat repräsentativ für die ganze Schmelze) entnommen, um den Edelmetall-Gehalt zu bestimmen. Die Dokimasie, wie die Bestimmung des Goldanteils auch genannt wird, liefert Messwerte von unübertroffen hoher Genauigkeit mit besser als plus/minus 1 Promille. Die Bestimmung von Platin und Palladium erfolgt mit dem sehr zeit- und arbeitsaufwändigen gravimetrischen Verfahren. Aufgrund der Analyse-Ergebnisse wird die Schmelze dann der eigentlichen Rückgewinnung zugeführt: der Scheidung. Der Scheidevorgang setzt die vollständige Auflösung der Metalle voraus. Unter strengen Umweltschutzvorkehrungen folgen die Auflösung in Säuren, elektrochemische Verfahren, Fällungs- und Reduktionsreaktionen sowie Glüh- und Schmelzvorgänge. Alleine im Dental-Bereich werden derzeit etwa 1000 verschiedene Edelmetall-Dental-Legierungen in Deutschland angeboten, die eines Tages alle dem Kreislauf der Rückgewinnung zugeführt werden.

Vertrauen Das Scheiden von Gold bzw das Recyceln von Edelmetallen hat mit Vertrauen zu tun: ich arbeite seit Jahren sehr erfolgreich und vertrauensvoll mit der Firma Burger zusammen, welche regelmäßig RJC zertifiziert wird. Bei mir finden Sie fachkundige Beratung!

Manuela Nitsche

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